Wie die Sitzplan-Regeln wirken
Was das Werkzeug immer einhält, was es nur versucht – und was es nicht kann.
Harte Regeln: werden eingehalten, wenn es möglich ist
- Platzzahl: An keinem Tisch sitzen mehr Gäste, als er Plätze hat.
- Am selben Tisch: Paare und Familien aus einer Zeile („+“) und Gäste mit der Regel „am selben Tisch wie“ werden zu einer Einheit verbunden. Diese Einheit wird immer gemeinsam gesetzt.
- Nicht am selben Tisch: Zwei so verbundene Gäste landen an verschiedenen Tischen.
- Festgehaltene Gäste bleiben beim Neuberechnen an ihrem Tisch.
Widersprechen sich Regeln, meldet das Werkzeug das vor der Berechnung. Beispiele: Anna soll neben Tom sitzen, Tom neben Lena, aber Anna nicht mit Lena an einen Tisch. Oder: Eine Familie aus zwölf Personen soll zusammensitzen, der größte Tisch hat aber nur zehn Plätze. Dann löst du den Widerspruch auf, indem du eine Regel entfernst oder einen größeren Tisch anlegst.
Weiche Wünsche: werden so gut wie möglich erfüllt
- Gruppen zusammen: Gäste mit derselben Gruppe sitzen möglichst an einem Tisch. Ist eine Gruppe größer als ein Tisch, verteilt das Werkzeug sie auf möglichst wenige Tische. Große Gruppen zählen dabei nicht stärker als kleine.
- Kindertisch: Kinder sitzen bevorzugt am Kindertisch, Erwachsene möglichst nicht. Reicht der Platz nicht, sitzen Kinder auch an anderen Tischen – du siehst das in der Prüfung.
Wie die Berechnung funktioniert
Zuerst setzt das Werkzeug die größten Einheiten nacheinander an den jeweils passendsten Tisch. Danach probiert es in sehr vielen kleinen Schritten Verbesserungen aus: einen Gast oder ein Paar an einen anderen Tisch setzen oder zwei Einheiten tauschen. Am Anfang nimmt es auch einmal eine Verschlechterung in Kauf, um nicht in einer mittelmäßigen Lösung stecken zu bleiben; mit der Zeit wird es immer wählerischer. Dieses Verfahren heißt Simulated Annealing („simuliertes Abkühlen“). Es findet in der Regel sehr gute, aber nicht beweisbar perfekte Lösungen – deshalb lohnt es sich, mehrmals zu rechnen und den schönsten Vorschlag zu behalten.
Alles läuft in deinem Browser. Für 200 Gäste dauert eine Berechnung auf einem normalen Rechner deutlich unter einer Sekunde.
Was das Werkzeug nicht weiß
- Die Reihenfolge am Tisch: Es entscheidet, wer an welchem Tisch sitzt. Paare und Gruppen stehen in der Liste nebeneinander, die genaue Platzfolge am runden Tisch legst du selbst fest.
- Den Raum: Wo die Tische stehen – nah an der Tanzfläche, am Brautpaartisch oder am Ausgang –, kennt das Werkzeug nicht. Benenne die Tische so, dass du sie im Raum wiederfindest.
- Zwischenmenschliches: Wer sich gut versteht, weißt nur du. Je mehr Regeln und Gruppen du angibst, desto besser passt der Vorschlag.